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Grussworte des Präsidenten

Fritz Haselrieder

Fritz Haselrieder

 

Liebe Fußballfreunde,

 

die Spielgemeinschaft Schlern ist ohne Übertreibung jener Verein, welcher die größte Anzahl an aktiven Mitgliedern im Schlerngebiet umfasst. Seit August jagen wieder rund 300 fußballbegeistere Jugendliche dem runden Leder nach. Über 35 Trainer und Betreuer sorgen dafür, dass die jungen Fußballspieler regelmäßig trainieren und begleiten sie von September bis Mai zu den zahlreichen Trainings- und Meisterschaftsspielen in ganz Südtirol. Der 10-köpfige Ausschuss beginnt jeweils im Mai mit den Vorbereitungen für die neue Saison.

 

Auf Seite 38 veranschaulicht ein kleines Zahlen- bzw. Nummernspiel die Aktivität des Vereins, damit sich der Leser den organisatorischen Aufwand besser vor Augen halten kann. Daraus ergibt sich auch ein enormer finanzieller Aufwand. Der Jahresumsatz der SG Schlern kann es durchaus mit einem durchschnittlichen Südtiroler Kleinunternehmen aufnehmen. Jedes Jahr ist es für den Ausschuss eine enorme Herausforderung, die erforderlichen Geldmittel „zusammenzukratzen“. Rund ein Fünftel des Budgets wird von den Sportvereinen Kastelruth, Seiseralpe und Völs zur Verfügung gestellt. Ein weiteres Fünftel wird durch die von den Spielern einbezahlten Beiträge gedeckt. Doch der weitaus größte Teil des Budgets muss von der SG Schlern selbst abgedeckt werden. Ein Teil davon wird durch die Organisation von Turnieren bzw. durch die Mitarbeit an diversen Festen etc. getilgt. Der anteilsmäßig größte Brocken wird durch die vielen Sponsoren der Spielgemeinschaft abgedeckt. Nicht ohne Stolz kann die SG Schlern auf die finanzielle Unterstützung von über 130 privaten Sponsoren zählen. Vielen herzlichen Dank! Von Jahr zu Jahr wird es jedoch immer schwieriger, die benötigten Mittel aufzutreiben. Eine Bitte ergeht auch an Spieler, Ex-Spieler und Eltern sich noch aktiver im Verein zu engagieren und als Trainer, Hilfstrainer oder Betreuer Verantwortung zu übernehmen.

 

Leider sieht sich der Vorstand mit dem Umstand konfrontiert, dass viele Kinder und Jugendliche mit dem Erreichen einer gewissen Altersstufe den Verein verlassen. Einen ersten größeren Spielereinbruch gibt es beim Wechsel von der Grund- zur Mittelschule und einen noch größeren beim Wechsel in die Oberschule. Das heißt, viele Spieler hören mit dem Fußball auf, sobald sie die Mittelschule bzw. die Oberschule besuchen, obwohl erwiesen ist, dass sportlich aktive Kinder bessere schulische Leistungen erbringen. Einen weiteren „Spielerknick“ erfährt der Verein Jahr für Jahr, wenn die Schüler die Oberschule abschließen und an die Universität wechseln, einen Beruf ergreifen oder das mittlerweile moderne „Sabbatjahr“ einlegen und eine Weltreise unternehmen. Auch fürchten einige Spieler das teils anspruchvolle Training bei der Landesliga und bewerben sich um Aufnahme bei den etwas „geselligeren“ Freizeitmannschaften des Schlerngebietes. Diese Umstände erschweren die Arbeit und die Zukunftsplanung des Vereins ungemein, zumal es immer wieder harsche Kritik gibt, warum die SG Schlern in den vergangenen Jahren keine Juniorenmannschaft gestellt hat oder warum in der ersten Mannschaft so viele „auswärtige“ Spieler spielen. Der Verein ist eine wichtige Institution im Schlerngebiet und der Fußballsport hat seit sehr vielen Jahren einen hohen Stellenwert unterm Schlern. Das SG-Schlern-Trickot überzustreifen sollte für jeden Spieler eine Ehre sein und ihn mit Stolz erfüllen, gerade deshalb verlangen wir von unseren Spielern größtmöglichen Einsatz, Ehrgeiz, Loyalität zum Verein und auch einen gewissen Grad an Eigenverantwortung. Der Verein investiert in jeden Spieler viel Geld, natürlich mit dem vordergründigen Ziel, ihm eine sinnvolle und gesunde Freizeitgestaltung zu ermög lichen, aber auch mit dem Plan möglichst viele Spieler bis in die erste Mannschaft zu bringen.

 

Nun zum Sportlichen. Nachdem man die 1. Mannschaft die letzte Saison mit dem zufriedenstellenden 9. Platz beenden konnte, spielt die SG Schlern diese Saison bereits zum vierten Mal in der höchsten Spielklasse des Landes. Trotz der guten Saison musste der Verein im Sommer einige Abgänge verkraften. Mit Diego Zemmer (Karriereende), Stefan Plankl (arbeitsbedingt), Martin Malfertheiner (arbeitsbedingt), Marco Primerano (wechselt zu Neumarkt) und Mattia Valentini (wechselt zum Haslacher SV) verließen fünf wichtige Säulen die Mannschaft. Ihnen gebührt ein großer Dank. Für die bevorstehende Saison konnte die SG Schlern bereits zwei Neuzugänge verzeichnen: Adnan Mehovic (Jahrgang 1990) kommt von Virtus Bozen und der Tierser Manuel Rungaldier (Jahrgang 1987) von Steinegg wo er zuletzt in der 2. Amateurliga spielte. Manuel spielte in seiner Jugendzeit bereits bei der SG Schlern.

 

Auch im heurigen Fußballjahr treten wieder 16 Jugendmannschaften für die SG Schlern in den diversen Meisterschaften an. Zu den bestehenden Mannschaften wird es auch dieses Jahr erneut eine Fußballschule geben, um den kleinen Nachwuchsspielern die Möglichkeit zu bieten, den Sport kennenzulernen und ihre ersten Schritte auf dem Fußballfeld zu wagen.

 

Auf eine gute Saison!

 

Euer Präsident Fritz Haselrieder
Es lebe der Fußballsport!