6. SPIELTAG | Mareo St.Vigil vs. SG Schlern 0:0 | Punkt erkämpft – aber mehr war drin
Stark ersatzgeschwächt – gleich acht Spieler fehlten – reiste unsere Mannschaft nach St. Vigil. Die Vorgaben waren klar: kompakt stehen, Nadelstiche setzen und das Beste aus den wenigen Möglichkeiten herausholen. Am Ende stand ein 0:0, das sich wie ein hart erkämpfter Punkt anfühlte, auch wenn Mareo über die gesamte Partie hinweg die aktivere Mannschaft war und die besseren Chancen hatte.
Die Hausherren starteten druckvoll. Bereits in der 8. Minute kam nach einer Ecke die Nummer 5 frei zum Abschluss, doch Fill reagierte sensationell und lenkte den Ball über die Latte. Unser erster Torversuch ließ bis Minute 13 auf sich warten: ein Weitschuss von Elia Margoni, der jedoch zu harmlos war, um den gegnerischen Keeper ernsthaft zu prüfen.
In der 19. Minute folgte die beste Aktion der ersten Halbzeit für uns: ein schneller Konter über Goller und Gabloner. Gabloners Schuss wurde zunächst geblockt, der Ball landete bei Harasser, der butterweich auf Goller flankte – doch dessen Kopfball sprang genau in die Arme des Keepers. Danach übernahm Mareo das Spielgeschehen mehr und mehr, kreierte gefährliche Szenen, scheiterte aber immer wieder am überragenden Fill, der mit starken Paraden die Null hielt.
Nach der Pause zeigte sich ein ähnliches Bild: Mareo blieb die aktivere Mannschaft, während wir immer wieder versuchten, über Konter Nadelstiche zu setzen. In der 58. Minute gab es eine einstudierte Ecke: Elia Margoni spielte kurz auf Harasser, dessen Flanke segelte durch den Strafraum – leider ohne Abnehmer. Vier Minuten später (62.) leisteten wir uns einen unnötigen Ballverlust nach einem Einwurf. Mareo spielte unsere Abwehr mit einem schnellen Pass aus, der Stürmer zog ab, doch erneut war Fill mit den Fingerspitzen zur Stelle – eine wahnsinnige Parade.
Die Schlussphase hatte es in sich. In der 86. Minute setzte sich ein Mareo-Stürmer nach einem Einwurf mit einer simplen Körpertäuschung durch und schlenzte den Ball nur knapp am langen Pfosten vorbei. Eine Minute später kombinierten wir uns stark durchs Mittelfeld: Elia Margoni schickte Gabloner auf rechts, der in den Strafraum zog, in einer 3-gegen-2-Situation aber den Querpass nicht präzise anbringen konnte. Dann folgten unsere Riesenchancen: In der 90. Minute tauchte Gabloner frei vor dem Tor auf, scheiterte jedoch. In der 92. Minute der wohl gefährlichste Konter: Alessio Margoni setzte sich durch und legte auf Rabanser, dessen Schlenzer hauchdünn am Kreuzeck vorbeiging – der mögliche Lucky Punch. Selbst in der 95. Minute bot sich noch eine Gelegenheit: Elia Margoni steckte stark auf Rabanser durch, doch aus spitzem Winkel blieb der Torerfolg aus.
Fazit: Mareo hatte insgesamt die klareren Möglichkeiten, scheiterte aber immer wieder am starken Keeper Fill. Wir dagegen nutzten unsere wenigen Chancen nicht und verpassten in der Schlussphase den Lucky Punch. Dennoch zeigt dieser Punkt, wie viel Moral und Kampfgeist in unserer Mannschaft stecken – und vor allem, wie wertvoll ein starker Torhüter sein kann. Ein erkämpfter Punkt, der sich trotz der Chancen des Gegners wie ein kleiner Sieg anfühlt.
Aufstellung: Fill, Wieser, Mulser, Jaider, Margoni A., Gabloner, Harasser (ab 60. Rungger), Goller (ab 50. Rabanser), Senoner (ab 88. Reichhalter), Margoni E., Dounaim
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